Allgemeines zur Telematikinfrastruktur

Die Telematikinfrastruktur (TI) vernetzt alle Teilnehmer des Gesundheitswesens im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung. Die TI soll einen sicheren sektoren- und systemübergreifenden Austausch von Informationen zwischen Ärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern, Apotheken, Krankenkassen und Patienten gewährleisten.

Seit Juli 2019 sind alle KV-Praxen zur Anbindung an die TI und schrittweisen Nutzung ihrer Anwendungen verpflichtet. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Entwicklungsstufen und die einzelnen Anwendungen geben.

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Welche Stufen sind geplant?

Seit dem Start der Telematikinfrastruktur im Jahr 2019 erfolgt in den Praxen der automatische Abgleich der Versichertenstammdaten von GKV-Patienten (VSDM). Darüber hinaus standen über die TI lediglich Anwendungen zur Verfügung, die bereits vorher über andere Dienste nutzbar waren (z. B. die 1-Klick-Abrechnung). Dies ändert sich nun: Nachdem es im vergangenen Jahr noch Verschiebungen einzelner geplanter Anwendungen gegeben hat, wird der Konnektor in 2021 endgültig zum eHealth-Konnektor.

Bis zum 2. Quartal 2021 wurden in der ersten Ausbaustufe die technischen Voraussetzungen für die qualifizierte elektronische Signatur (QES), das Notfalldatenmanagement (NFDM), den elektronischen Medikationsplan (eMP) sowie die Kommunikation im Medizinwesen (KIM) geschaffen. Seit Juli 2021 ist die elektronischen Patientenakte (ePA) nutzbar. Im weiteren Jahresverlauf und kommenden Jahr folgen dann weitere Updates, mit denen unter anderem die Nutzung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) genutzt werden können.

Welche Anwendungen gibt es?

Hier finden Sie nähere Informationen zu den bereits verfügbaren und geplanten TI-Anwendungen

VSDM

Beim Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) wird in Echtzeit überprüft, ob die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeicherten Versichertenstammdaten aktuell sind und ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht. Zu den Stammdaten gehören Daten des Versicherten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift und Versichertenstatus sowie ergänzende Informationen, z. B. zum Zuzahlungsstatus. Die Stammdaten dienen als Nachweis, dass der Patient versichert ist – und als Grundlage für die Abrechnung der Leistungen. Diese Onlineüberprüfung ist bei jedem ersten Patientenkontakt im Quartal durchzuführen.

QES

Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) ist eine elektronische Unterschrift, die von eHBA-Inhabern erstellt werden kann. Sie ist rechtlich gesehen der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt. Sie erlaubt es, eArztbriefe, Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte, elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU), elektronische Rezepte (eRezepte) oder Abrechnungsunterlagen für die Kassenärztliche Vereinigung rechtssicher elektronisch zu unterschreiben.

KIM

KIM – ehemals KOM-LE (Kommunikation unter Leistungserbringern) – ist ein System zum sicheren Austausch von E-Mails zwischen identitätsgeprüften Teilnehmern innerhalb der TI. Seit dem 1. April 2021 ist KIM das einzig zulässige Verfahren für die Übermittlung von eArztbriefen und wird seit dem Start der eAU auch für deren Übermittlung genutzt.

Nähere Informationen finden Sie unter https://www.gematik.de/anwendungen/kim/.

Zur Teilnahme an KIM benötigen Sie neben dem Epikur-KIM-Modul auch einen Vertrag mit einem KIM-Postfach-Anbieter. Bei Epikur erhalten Sie bereits ein kombiniertes Angebot für ein KIM-Modul inklusive EPIKUR Postfach.

Die Postfächer werden auf den Praxisausweis (SMC-B) oder den eHBA registriert. Wir empfehlen die Registrierung auf den Praxisausweis.

Zur Teilnahme an KIM selbst ist der eHBA nicht notwendig. Allerdings müssen eArztbriefe und eAU vor dem Versand mit dem eHBA qualifiziert elektronisch signiert werden.

Mehr Informationen zu den Finanzierungspauschalen finden Sie auf der FAQ-Seite im Abschnitt Kosten und Finanzierung.

NFDM

Auf Wunsch des Patienten können über das Notfalldatenmanagement (NFDM) für den medizinischen Notfall relevante Informationen auf dessen eGK gespeichert werden. Auch eine Speicherung in der ePA ist möglich. Im Notfall können die Daten spontan von der eGK abgerufen werden. Notfalldatensätze müssen signiert werden. Hierfür benötigen Sie einen eHBA.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der gematik unter https://www.gematik.de/anwendungen/notfalldaten/.

eMP

Der elektronische Medikationsplan (eMP) wird auf Wunsch des Patienten auf dessen eGK gespeichert. Auch eine Speicherung in der ePA ist möglich. Im Notfall können die Daten spontan von der eGK abgerufen werden.

Während der bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP) als Information für den Patienten fungiert, bietet der eMP darüber hinaus auch Felder zum Informationsaustausch zwischen Behandlern. So geht der Informationsumfang des eMP über den Umfang des BMP hinaus. Es ist möglich, aus dem eMP heraus einen BMP für den Patienten auszudrucken.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der gematik unter >https://www.gematik.de/anwendungen/e-medikationsplan.

Für die Verwendung von eMP-Funktionen wird neben dem eMP-/NFDM-Modul von Epikur eine spezielle Konnektorlizenz (PTV3) benötigt und die laufenden TI-Betriebskosten erhöhen sich. Demgegenüber stehen Finanzierungspauschalen der KVen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im FAQ auf dieser Seite im Abschnitt Kosten und Finanzierung.

 

ePA

Seit dem 1. Januar 2021 sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten die elektronische Patientenakte (ePA) anzubieten. Patienten können per App auf Ihre ePA zugreifen und Dokumente und Berechtigungen verwalten. Praxen sind seit dem 01.07.2021 verpflichtet, auf Wunsch des Patienten Dokumente mit dessen ePA auszutauschen. Der Austausch von Daten erfordert eine Autorisierung durch den Patienten. Die Daten müssen anschließend aktiv vom EPIKUR-Nutzer in die ePA eingestellt oder aus dieser heruntergeladen werden. Es erfolgt kein automatischer Dokumentenaustausch zwischen EPIKUR und der ePA.

Sowohl das ePA-Modul als auch das notwendige Update für den Secunet-Konnektor samt Lizenzen können über unseren Onlineshop erworben werden. Die Kosten für die Updates werden von den KVen über Finanzierungspauschalen erstattet.

Mehr Informationen zu anfallenden Kosten und deren Erstattung finden Sie im FAQ auf dieser Seite im Abschnitt Kosten und Finanzierung.

Nähere Informationen zur ePA finden Sie unter https://www.gematik.de/anwendungen/e-patientenakte/.

eAU

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ist die digitale Form der bisherigen papiergebundenen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – und wird diese zukünftig ersetzen. Für Vertragsärzte ist seit dem 1. Oktober 2021 der Versand der eAU an die Krankenkassen verpflichtend (ursprüngliche Frist: 1. Januar 2021).

Der Einsatz eines KIM-Dienstes ist ab diesem Zeitpunkt zwingend erforderlich, da der elektronische Versand der Bescheinigung mittels TI-Kommunikationsdienst KIM erfolgt.

Ab dem 1. Juli 2022 stellen die Krankenkassen den Arbeitgebern in einer weiteren Ausbaustufe die AU-Daten elektronisch zur Verfügung. Dies bedeutet, dass die Papierbescheinigung für den Arbeitgeber dann nicht mehr ausgestellt wird. Die AU-Bescheinigung für Patienten hingegen wird von Vertragsärzten weiterhin auf Papier ausgegeben.

eRezept

Das elektronische Rezept (eRezept) soll das auf Papier ausgedruckte Rezept künftig ersetzen. Aktuell können verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der GKV als eRezept erstellt werden; weitere Rezepttypen werden folgen. Das eRezept wird in der Praxis des Arztes am Computer erstellt und in die TI hochgeladen. Anschließend steht es dem Patienten sofort in seiner eRezept-App zur Verfügung und kann in der Apotheke oder Versandapotheke eingelöst werden.

Die Integration in das bestehende EPIKUR Medikationsmodul ist denkbar einfach: Über ein – standardmäßig bereits auf eRezept gesetztes – Häkchen kann der Behandler bestimmen, ob eine Medikation als Rezept oder eRezept verordnet wird.

Anschließend signiert er das eRezept mit seinem eHBA. Hierfür stehen ihm Einzel-, Stapel- und Komfortsignatur zur Verfügung. Mit der Komfortsignatur muss der Behandler seine Signatur-PIN nur einmal eingeben und kann dann für einen selbst gewählten Zeitraum ohne erneute PIN-Eingabe Signaturen erstellen.

Möchte der Patient die eRezept-App nicht verwenden oder sollte er kein Smartphone besitzen, erhält er ein ausgedrucktes Rezept mit einem Code, der in der Apotheke eingescannt wird.

Ausführliche Informationen zum eRezept finden Sie unter https://www.gematik.de/anwendungen/e-rezept.

Welche Begriffe sind noch wichtig?

Hier finden Sie Erklärungen zu weiteren relevanten Begriffen rund um die TI

PTV3-Update

Der TI-Konnektor bildet in der aktuellen Ausbaustufe die Grundlage für mehrere Fachanwendungen im Gesundheitswesen:

  • Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)
  • Qualifizierte elektronische Signatur (Voraussetzung für die nachfolgenden Anwendungen)
  • Notfalldatenmanagement (NFDM)
  • Elektronischer Medikationsplan/Arzneimitteltherapiesicherheit (eMP/AMTS)
  • Kommunikation im Medizinwesen (KIM)
PTV4-Update

Das PTV4-Update bezeichnet nach PTV3 ein weiteres Update des TI-Konnektors, das die Elektronische Patientenakte (ePA) als Fachanwendung einbezieht.

SMC-B

Die Security Module Card Typ B (SMC-B) genannte Karte ist ein Praxisausweis, den Praxen zur Registrierung als medizinische Einrichtung benötigen, damit der Konnektor eine Verbindung zur TI aufbauen kann. Des Weiteren wird diese zur Authentisierung der Praxis gegenüber der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) eingesetzt. Mit Hilfe der SMC-B Smartcard können so zum Beispiel geschützte Daten auf der eGK in einer Arzt- und Psychotherapeutenpraxis ausgelesen werden.

eHBA

Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) ist eine Chipkarte für Ärzte, Psychotherapeuten und Angehörige anderer Gesundheitsberufe. Er weist den Träger als Angehörigen der jeweiligen Berufsgruppe aus.

Der eHBA wird benötigt für die Identifizierung des Inhabers im elektronischen Netz. Mit ihm kann auch die qualifizierte elektronische Signatur (QES) erstellt werden. Ab dem 01.04.2021 ist er im Zuge des Patientendaten-Schutz-Gesetzes zudem zwingend erforderlich, um den Praxisausweis SMC-B beantragen zu können.

SIS

Der Secure Internet Service (SIS) bietet einen gesicherten Zugang zu Diensten im Internet und ist ein Service der TI, der in der dezentralen Zone bereitgestellt werden kann. Leistungserbringer können den SIS gemeinsam mit ihrem Konnektor verwenden.

IT-Sicherheitsrichtline

Die IT-Sicherheitsrichtline wurde vom Gesetzgeber beauftragt und von der KBV in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellt. Sie gilt seit dem 1. Januar 2021 und legt die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit in den Praxen und die damit verbundene Gewährleistung des Datenschutzes verbindlich fest.

Als Unterstützung für Ärzte und Psychotherapeuten stellt die KBV auf einer Online-Plattform Begleitinformationen und Umsetzungshinweise für Praxen zu der Richtlinie sowie Musterdokumente zu bestimmten Aspekten der Sicherheitsrichtlinie zum Download bereit. Die komplette Richtlinie nach § 75B SGB V über die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit finden Sie hier.

Zum Schutz einer mit dem Internet verbundenen Praxis-IT ist der Einsatz einer Firewall laut IT-Sicherheitsrichtlinie verbindlich. Hierbei wird ausdrücklich die Verwendung einer Hardware-Firewall empfohlen. Epikur bietet mit dem IT-Sicherheitspaket eine besonders sichere UTM-Hardware-Firewall an, die auf das Praxissystem EPIKUR, Epikur Services und TI-Komponenten zugeschnitten ist.

VSDM

Beim Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) wird in Echtzeit überprüft, ob die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeicherten Versichertenstammdaten aktuell sind und ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht. Zu den Stammdaten gehören Daten des Versicherten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift und Versichertenstatus sowie ergänzende Informationen, z. B. zum Zuzahlungsstatus. Die Stammdaten dienen als Nachweis, dass der Patient versichert ist – und als Grundlage für die Abrechnung der Leistungen. Diese Onlineüberprüfung ist bei jedem ersten Patientenkontakt im Quartal durchzuführen.

QES

Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) ist eine elektronische Unterschrift, die von eHBA-Inhabern erstellt werden kann. Sie ist rechtlich gesehen der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt. Sie erlaubt es, eArztbriefe, Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte, elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU), elektronische Rezepte (eRezepte) oder Abrechnungsunterlagen für die Kassenärztliche Vereinigung rechtssicher elektronisch zu unterschreiben.

KIM

KIM – ehemals KOM-LE (Kommunikation unter Leistungserbringern) – ist ein System zum sicheren Austausch von E-Mails zwischen identitätsgeprüften Teilnehmern innerhalb der TI. Seit dem 1. April 2021 ist KIM das einzig zulässige Verfahren für die Übermittlung von eArztbriefen und wird seit dem Start der eAU auch für deren Übermittlung genutzt.

Nähere Informationen finden Sie unter https://www.gematik.de/anwendungen/kim/.

Zur Teilnahme an KIM benötigen Sie neben dem Epikur-KIM-Modul auch einen Vertrag mit einem KIM-Postfach-Anbieter. Bei Epikur erhalten Sie bereits ein kombiniertes Angebot für ein KIM-Modul inklusive EPIKUR Postfach.

Die Postfächer werden auf den Praxisausweis (SMC-B) oder den eHBA registriert. Wir empfehlen die Registrierung auf den Praxisausweis.

Zur Teilnahme an KIM selbst ist der eHBA nicht notwendig. Allerdings müssen eArztbriefe und eAU vor dem Versand mit dem eHBA qualifiziert elektronisch signiert werden.

Mehr Informationen zu den Finanzierungspauschalen finden Sie im FAQ auf dieser Seite im Abschnitt Kosten und Finanzierung.

NFDM

Auf Wunsch des Patienten können über das Notfalldatenmanagement (NFDM) für den medizinischen Notfall relevante Informationen auf dessen eGK gespeichert werden. Auch eine Speicherung in der ePA ist möglich. Im Notfall können die Daten spontan von der eGK abgerufen werden. Notfalldatensätze müssen signiert werden. Hierfür benötigen Sie einen eHBA.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der gematik unter https://www.gematik.de/anwendungen/notfalldaten/.

eMP

Der elektronische Medikationsplan (eMP) wird auf Wunsch des Patienten auf dessen eGK gespeichert. Auch eine Speicherung in der ePA ist möglich. Im Notfall können die Daten spontan von der eGK abgerufen werden.

Während der bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP) als Information für den Patienten fungiert, bietet der eMP darüber hinaus auch Felder zum Informationsaustausch zwischen Behandlern. So geht der Informationsumfang des eMP über den Umfang des BMP hinaus. Es ist möglich, aus dem eMP heraus einen BMP für den Patienten auszudrucken.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der gematik unter https://www.gematik.de/anwendungen/e-medikationsplan.

Für die Verwendung von eMP-Funktionen wird neben dem eMP-/ NFDM-Modul von Epikur eine spezielle Konnektorlizenz (PTV3) benötigt und die laufenden TI-Betriebskosten erhöhen sich. Demgegenüber stehen Finanzierungspauschalen der KVen. Mehr Informationen hierzu finden Sie im FAQ auf dieser Seite im Abschnitt Kosten und Finanzierung.

ePA

Seit dem 1. Januar 2021 sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten die elektronische Patientenakte (ePA) anzubieten. Patienten können per App auf Ihre ePA zugreifen und Dokumente und Berechtigungen verwalten. Praxen sind seit dem 1. Juli 2021 verpflichtet, auf Wunsch des Patienten Dokumente mit dessen ePA auszutauschen. Der Austausch von Daten erfordert eine Autorisierung durch den Patienten. Die Daten müssen anschließend aktiv vom EPIKUR-Nutzer in die ePA eingestellt oder aus dieser heruntergeladen werden. Es erfolgt kein automatischer Dokumentenaustausch zwischen EPIKUR und der ePA.

Sowohl das ePA-Modul als auch das notwendige Update für den Secunet-Konnektor samt Lizenzen können über unseren Onlineshop erworben werden. Die Kosten für die Updates werden von den KVen über Finanzierungspauschalen erstattet.

Mehr Informationen zu anfallenden Kosten und deren Erstattung finden Sie im FAQ auf dieser Seite im Abschnitt Kosten und Finanzierung.

Nähere Informationen zur ePA finden Sie unter https://www.gematik.de/anwendungen/e-patientenakte/.

eAU

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ist die digitale Form der bisherigen papiergebundenen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – und wird diese zukünftig ersetzen. Für Vertragsärzte ist seit dem 1. Oktober 2021 der Versand der eAU an die Krankenkassen verpflichtend (ursprüngliche Frist: 1. Januar 2021).

Der Einsatz eines KIM-Dienstes ist ab diesem Zeitpunkt zwingend erforderlich, da der elektronische Versand der Bescheinigung mittels TI-Kommunikationsdienst KIM erfolgt.

Ab dem 1. Juli 2022 stellen die Krankenkassen den Arbeitgebern in einer weiteren Ausbaustufe die AU-Daten elektronisch zur Verfügung. Dies bedeutet, dass die Papierbescheinigung für den Arbeitgeber dann nicht mehr ausgestellt wird. Die AU-Bescheinigung für Patienten hingegen wird von Vertragsärzten weiterhin auf Papier ausgegeben.

eRezept

Das elektronische Rezept (eRezept) soll das auf Papier ausgedruckte Rezept künftig ersetzen. Aktuell können verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der GKV als eRezept erstellt werden; weitere Rezepttypen werden folgen. Das eRezept wird in der Praxis des Arztes am Computer erstellt und in die TI hochgeladen. Anschließend steht es dem Patienten sofort in seiner eRezept-App zur Verfügung und kann in der Apotheke oder Versandapotheke eingelöst werden.

Die Integration in das bestehende EPIKUR Medikationsmodul ist denkbar einfach: Über ein – standardmäßig bereits auf eRezept gesetztes – Häkchen kann der Behandler bestimmen, ob eine Medikation als Rezept oder eRezept verordnet wird.

Anschließend signiert er das eRezept mit seinem eHBA. Hierfür stehen ihm Einzel-, Stapel- und Komfortsignatur zur Verfügung. Mit der Komfortsignatur muss der Behandler seine Signatur-PIN nur einmal eingeben und kann dann für einen selbst gewählten Zeitraum ohne erneute PIN-Eingabe Signaturen erstellen.

Möchte der Patient die eRezept-App nicht verwenden oder sollte er kein Smartphone besitzen, erhält er ein ausgedrucktes Rezept mit einem Code, der in der Apotheke eingescannt wird.

Ausführliche Informationen zum eRezept erhalten Sie unter https://www.gematik.de/anwendungen/e-rezept.

PTV3-Update

Der TI-Konnektor bildet in der aktuellen Ausbaustufe die Grundlage für mehrere Fachanwendungen im Gesundheitswesen:

  • Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)
  • Qualifizierte elektronische Signatur (Voraussetzung für die nachfolgenden Anwendungen)
  • Notfalldatenmanagement (NFDM)
  • Elektronischer Medikationsplan/Arzneimitteltherapiesicherheit (eMP/AMTS)
  • Kommunikation im Medizinwesen (KIM)
PTV4-Update

Das PTV4-Update bezeichnet nach PTV3 ein weiteres Update des TI-Konnektors, das die Elektronische Patientenakte (ePA) als Fachanwendung einbezieht.

SMC-B

Die Security Module Card Typ B (SMC-B) genannte Karte ist ein Praxisausweis, den Praxen zur Registrierung als medizinische Einrichtung benötigen, damit der Konnektor eine Verbindung zur TI aufbauen kann. Des Weiteren wird diese zur Authentisierung der Praxis gegenüber der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) eingesetzt. Mit Hilfe der SMC-B Smartcard können so zum Beispiel geschützte Daten auf der eGK in einer Arzt- und Psychotherapeutenpraxis ausgelesen werden.

eHBA

Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) ist eine Chipkarte für Ärzte, Psychotherapeuten und Angehörige anderer Gesundheitsberufe. Er weist den Träger als Angehörigen der jeweiligen Berufsgruppe aus.

Der eHBA wird benötigt für die Identifizierung des Inhabers im elektronischen Netz. Mit ihm kann auch die qualifizierte elektronische Signatur (QES) erstellt werden. Seit dem 1. April 2021 ist er im Zuge des Patientendaten-Schutz-Gesetzes zudem zwingend erforderlich, um den Praxisausweis SMC-B beantragen zu können.

SIS

Der Secure Internet Service (SIS) bietet einen gesicherten Zugang zu Diensten im Internet und ist ein Service der TI, der in der dezentralen Zone bereitgestellt werden kann. Leistungserbringer können den SIS gemeinsam mit ihrem Konnektor verwenden.

IT-Sicherheitsrichtline

Die IT-Sicherheitsrichtline wurde vom Gesetzgeber beauftragt und von der KBV in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellt. Sie gilt seit dem 1. Januar 2021 und legt die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit in den Praxen und die damit verbundene Gewährleistung des Datenschutzes verbindlich fest.

Als Unterstützung für Ärzte und Psychotherapeuten stellt die KBV auf einer Online-Plattform Begleitinformationen und Umsetzungshinweise für Praxen zu der Richtlinie bereit. Dort können auch Musterdokumente zu bestimmten Aspekten der Sicherheitsrichtlinie heruntergeladen werden. Die komplette Richtlinie nach § 75B SGB V über die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit finden Sie  hier.

Zum Schutz einer mit dem Internet verbundenen Praxis-IT ist der Einsatz einer Firewall laut IT-Sicherheitsrichtlinie verbindlich. Hierbei wird ausdrücklich die Verwendung einer Hardware-Firewall empfohlen. Epikur bietet mit dem IT-Sicherheitspaket eine besonders sichere UTM-Hardware-Firewall an, die auf das Praxissystem EPIKUR, Epikur Services und TI-Komponenten zugeschnitten ist.

Häufige Fragen zur Telematikinfrastruktur

Wir beantworten Ihre wichtigsten Fragen zur Teilnahme an der TI.

Muss ich an der TI teilnehmen?

Vertragsärzte und -psychotherapeuten sind gesetzlich zur Teilnahme an der TI verpflichtet. Schließen sie Ihre Praxis nicht an die TI an, erfolgen Honorarkürzungen. Des Weiteren besteht die Verpflichtung zur Nutzung von KIM zur Übermittlung von eArztbriefen und eAU. Eine Übersicht über die notwendigen Schritte zum Anschluss an die TI erhalten Sie in unserem Leitfaden Mit Epikur in die Telematikinfrastruktur.

Ist es sinnvoll, dass ich mir bereits einen Praxisausweis besorge? Oder bekomme ich meinen Praxisausweis über Epikur?

Das Vorhandensein eines freigeschalteten Praxisausweises ist Voraussetzung für die erfolgreiche Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Bitte bestellen Sie Ihren Praxisausweis spätestens 4 bis 6 Wochen vor dem Installationstermin bei unserem Partner Medisign unter www.smc-b.de/epikur. Der Praxisausweis ist ab Produktion fünf Jahre gültig und muss nach Erhalt innerhalb von 14 Tagen online aktiviert werden.

Wo bestelle ich den Praxisausweis?

Die Bestellung bei unserem Partner Medisign über www.smc-b.de/epikur bringt Ihnen gegenüber der Bundesdruckerei sowohl einen preislichen Vorteil als auch die Möglichkeit einer quartalsweisen Zahlung. Selbstverständlich sind aber auch die Praxisausweise der Bundesdruckerei mit unserem System kompatibel.

Kann ich ein mobiles Kartenlesegerät nutzen?

Ein mobiles Kartenlesegerät können alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten nutzen,

  • die mindestens eine hälftige Zulassung haben,
  • die in den vergangenen oder im aktuellen Quartal mindestens 3 Hausbesuche und/oder Heimbesuche nachweisen können und/oder
  • die an einem Kooperationsvertrag zur ambulanten Behandlung in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 119 b SGB V teilnehmen.

Auch Anästhesisten steht die Nutzung eines mobilen Kartenlesegeräts zu. Darüber hinaus wird jede genehmigte Betriebs- und Nebenbetriebsstätte mit den nötigen Komponenten ausgestattet. Fortführend erhalten auch ausgelagerte Praxisstätten und Praxisräume ein mobiles Kartenterminal.

Wofür brauche ich den eHBA?

Der eHBA wird benötigt, um medizinische Anwendungen zu nutzen. Mit ihm wird die qualifizierte elektronische Signatur erstellt, die für Dokumente wie den Notfalldatensatz oder die eAU gefordert wird. Weiterhin ist es laut SGB V nur Inhabern eines Heilberufsausweises gestattet, auf Daten bestimmter Anwendungen wie der ePA zuzugreifen. Seit dem 1. April 2021 ist der eHBA gemäß Patientendaten-Schutz-Gesetz zudem erforderlich, um den Praxisausweis SMC-B beantragen zu können.

Wo kann ich den eHBA bestellen?

Grundsätzlich steht Ihnen frei, wo Sie den eHBA beantragen. Wir empfehlen Ihnen, den Ausweis bequem bei unserem Partner Medisign über www.ehba/epikur zu bestellen.

Gibt es eine Abhängigkeit der TI-Komponenten zum Betriebssystem der Praxisrechner?

Nein, weder der Konnektor noch der VPN-Zugangsdienst benötigen ein bestimmtes Betriebssystem auf den Praxisrechnern.

Welche Kosten werden für die TI und ihre Komponenten erstattet?

Für die Ausstattung ihrer Praxis mit den TI-Komponenten erhalten Sie eine von der KBV und dem GKV-Spitzenverband vereinbarte Förderung.

Grundausstattung (VSDM)

Einmalige Finanzierung für die Erstausstattung

  • Konnektor mit Funktion für qualifizierte elektronische Signatur: 1.126,50 €
  • Stationäres Kartenterminal: 535 €
  • Aufsatz für stationäres Kartenterminal zum Einlesen der eGK: 35,46 €
  • Mobiles Kartenterminal: 350 €
  • Startpauschale: 900 € (für Anschlussgebühr virtuelles privates Netzwerk (VPN), Installation, Praxisausfall während der Installation, Anpassung Praxisverwaltungssystem (PVS) und Zeitaufwand Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) in der Startphase)

Finanzierung für den laufenden Betrieb

  • Betriebskostenpauschale für Wartung Konnektor und VPN-Zugangsdienst: 248 € pro Quartal
  • SMC-B (Praxisausweis): 23,25 € pro Quartal
  • eHBA: 11,63 € pro Quartal

 

Ausstattung für eMP/NFDM

Einmalige Finanzierung

  • Updates Konnektor und PVS: 530 €
  • PVS-Anpassung: 400 €
  • Zusätzliches Kartenterminal: 677,50 € (Es besteht Anspruch auf ein zusätzliches Terminal je angefangene 625 Betriebsstättenfälle, auch im Rahmen von Hausarzt- oder Knappschaftsverträgen.)

Finanzierung für den laufenden Betrieb

  • Betriebskostenzuschlag: 17,25 € pro Quartal

 

Ausstattung für KIM

Einmalige Finanzierung

  • Einrichtungspauschale: 200 €

Finanzierung für den laufenden Betrieb

  • Betriebskostenpauschale: 23,40 € pro Quartal

 

Ausstattung für ePA

Einmalige Finanzierung

  • Update Konnektor: 400 €
  • PVS-Anpassung: 350 €

Finanzierung für den laufenden Betrieb

  • Betriebskostenpauschale: 27,75 € pro Quartal

 

Ausstattung für das eRezept

Einmalige Finanzierung

  • PVS-Anpassung: 120 €
  • Zusätzliches Kartenterminal für die Komfortsignatur: 677,50 € (Jede Vertragsarztpraxis hat Anspruch auf ein zusätzliches Kartenterminal.)

Finanzierung für den laufenden Betrieb

  • Betriebskostenpauschale: 1 € pro Quartal

 

Diese Angaben sind aktuell zum Stand Juli 2022 und ohne Gewähr. Aktuelle Informationen zu den von der KBV und dem GKV-Spitzenverband vereinbarten Kostenerstattungen erhalten Sie auf der Website der KBV.

Wie bekomme ich die Kosten erstattet?

Die Auszahlung der Finanzierung regelt jede KV selbstständig. Üblicherweise wird die Auszahlung durch die Übermittlung der VSDM-Prüfnachweise mit der Abrechnung, durch die Abrechnung bestimmter Ziffern, durch ein Formular oder eine Angabe im Onlineportal angestoßen.

Für die Einführung von eMP/ NFDM bzw. ePA haben wir für Sie Übersichten erstellt, wie die Auszahlung der Finanzierungspauschalen bei den einzelnen KVen angestoßen werden kann. Sie finden die Links bei den folgenden Antworten. Für nähere Auskünfte oder Fragen wenden Sie sich direkt an Ihre zuständige KV.

WICHTIG: Wie bekomme ich die Kosten für das PTV3-Update (eHealth-Konnektor) erstattet?

Eine Liste aller KVen samt dazugehörigem Vorgehen zur Auszahlung der Finanzierung finden Sie hier.

WICHTIG: Wie bekomme ich die Kosten für das PTV4-Update (eHealth-Konnektor mit ePA) erstattet?

Eine Liste aller KVen samt dazugehörigem Vorgehen zur Auszahlung der Finanzierung finden Sie hier.

Wie verläuft die Erstattung der Betriebskosten bei Anbindung im laufenden Quartal?

Die Betriebskostenpauschalen, die Ihnen in jedem Quartal zustehen, werden im Installationsquartal anteilig ausgezahlt – die Höhe ist somit abhängig von dem Quartalsmonat, in dem Sie den ersten VSDM-Abgleich durchführen.

Wer hat Anspruch auf mobile Kartenterminals samt Betriebskosten für SMC-B?

a) Ausgelagerte Praxisstätten

Von der KV genehmigte ausgelagerte Praxisstätten, die über keine eigene Betriebsstättennummer verfügen, haben keinen Anspruch auf die Erstausstattungspauschale für Konnektor und stationäre Kartenterminals. Alternativ haben diese Praxisstätten Anspruch auf die Finanzierung eines mobilen Kartenterminals, inklusive der Betriebskosten für einen zusätzlichen Praxisausweis (SMC-B).

b) Vertragsärzte

Vertragsärzte haben Anspruch auf die Erstattung der Kosten für ein mobiles Kartenterminal, wenn sie mindestens einen Tätigkeitsumfang von 0,5 gemäß Zulassungs- und Genehmigungsbescheid haben und zusätzlich eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Sie haben mindestens drei Hausbesuche nach den Gebührenordnungspositionen 01410, 01411, 01412, 01413, 01415, 01418 und 05230 im Vorquartal und/oder im aktuellen Quartal durchgeführt und abgerechnet.
  • Sie weisen den Abschluss eines Kooperationsvertrags gemäß § 119 b SGB V (Ambulante Behandlung in stationären Pflegeeinrichtungen) nach, der den Vorgaben der Anlage 27 zum BMV-Ä entspricht.
Welche technische Ausstattung benötige ich für meine Praxis?

Um die Telematikinfrastruktur nutzen zu können, benötigen Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten verschiedene Komponenten und Dienste:

Internetzugang

Grundvoraussetzung für die Anbindung einer Praxis an die TI ist ein Internetzugang. Ein einfacher DSL-Anschluss reicht aus. Bei der Nutzung von Modem-, ISDN- oder UMTS-Verbindungen können Verbindungsfehler auftreten.

Konnektor

Der Zugang zur TI erfolgt über einen Konnektor, eine Art Router auf einem höheren Sicherheitsniveau. Der Konnektor stellt ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) zur TI her und ermöglicht, elektronische Anwendungen unter Einsatz moderner Verschlüsselungstechnologien völlig abgeschirmt vom „normalen“ Internet zu nutzen. Daneben erfüllt der Konnektor weitere Sicherheitsaufgaben, beispielsweise die Verschlüsselung und Signatur von medizinischen Dokumenten.

Der Konnektor ist per Netzwerk mit den stationären Kartenterminals der Praxis sowie dem Praxisverwaltungssystem (PVS) verbunden und enthält das Modul für das Versichertenstammdatenmanagement. Es dürfen ausschließlich Geräte verwendet werden, die von der gematik zugelassen und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert worden sind.

Kartenterminals

Mit den neuen Kartenterminals werden die elektronische Gesundheitskarte (eGK), der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) und der Praxisausweis (SMC-B) eingelesen. Es handelt sich um spezielle Kartenterminals, die von der gematik zugelassen und vom BSI zertifiziert werden müssen. Sie werden über das Praxisnetzwerk mit dem Konnektor verbunden und sind notwendig, um TI-Anwendungen wie das VSDM nutzen zu können.

Mobile Kartenterminals arbeiten im Offlinebetrieb. Eine Aktualisierung der Versichertenstammdaten ist damit nicht möglich, dies erfolgt ausschließlich am Hauptstandort der Praxis. Für den Betrieb eines mobilen Kartenterminals wird ein weiterer Praxisausweis oder ein eHBA zur Identifikation benötigt.

VPN-Zugangsdienst

Für den Zugang zur TI benötigen Praxen einen VPN-Zugangsdienst, der von der gematik zertifiziert worden ist. Dieser ist einem Internetprovider ähnlich, der den Zugang zum Internet bereitstellt.

Praxisausweis

Den Praxisausweis (Security Module Card Typ B, kurz: SMC-B) benötigen Praxen, damit der Konnektor eine Verbindung zur TI aufbauen kann. Die SMC-B ist am ehesten vergleichbar mit einer SIM-Karte. Sie steckt in einem Kartenterminal und wird in der Regel morgens durch PIN-Eingabe vom Praxispersonal aktiviert. Neben ihrer Eigenschaft als Ausweis hat sie wesentliche Sicherheitsfunktionen. So lässt sie sich beispielsweise zum Austausch von verschlüsselten elektronischen Nachrichten verwenden.

Sie können den Praxisausweis erst dann nutzen, wenn Ihre Praxis an die Telematikinfrastruktur angeschlossen worden ist. Im Rahmen der Bestellung des TI-Komplettpakets von Epikur kann der Praxisausweis angefordert werden. Bitte beachten Sie, dass für die Beantragung der SMC-B ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) benötigt wird.

Elektronischer Heilberufsausweis

Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) ist für den Zugang zur TI keine Pflicht, wohl aber für bestimmte Anwendungen der TI. Bereits jetzt wird er für die qualifizierte elektronische Signatur benötigt, beispielsweise für den eArztbrief, für Laborüberweisungen oder die Anforderung von Telekonsilen. Der eHBA kann bei der jeweiligen Berufskammer beantragt werden. Bitte beachten Sie, dass der eHBA zur Beantragung des Praxisausweises (SMC-B) notwendig ist.

Wo schließt man die Kartenlesegeräte an?

Die Kartenlesegeräte werden über das Praxisnetzwerk mit dem Konnektor verbunden.

An meinem Praxisstandort ist kein Internet verfügbar. Was nun?

Hier sind von der Arztpraxis Alternativen zu DSL zu prüfen (z. B. UMTS, LTE, Modem). Wenn diese Wege auch nicht funktionieren, sollte dies der KV nachgewiesen werden. Eine Ausstattung mit TI-Komponenten ist dennoch notwendig, um dauerhaft die vollständigen Versichertenstammdaten der eGK einlesen zu können. Zukünftig sollen die sensiblen Versichertenstammdaten (z. B. DMP-Kennzeichen) in einem verschlüsselten Bereich auf der eGK gespeichert werden, welcher nur durch eine SMC-B oder einen eHBA ausgelesen werden kann. Dafür ist entweder ein neues mobiles Kartenterminal oder der Konnektor in Kombination mit einem neuen stationären Kartenterminal notwendig. Auf einen VPN-Zugangsdienst kann in diesem Fall verzichtet werden.

Was ist ein virtuelles privates Netzwerk (VPN)?

Mithilfe einer speziellen Software (im Rahmen der TI im Konnektor konfiguriert) wird über das öffentliche Internet eine Ende-zu-Ende-Verbindung aufgebaut, d. h. die Daten werden in einem geschützten „Tunnel“ verschlüsselt übermittelt.

Nur die Kommunikationspartner, die zu diesem privaten Netzwerk gehören, können miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Durch das VPN werden Authentizität, Vertraulichkeit und Integrität sichergestellt. Authentizität bedeutet die Identifizierung von autorisierten Nutzern und die Überprüfung, ob die Daten von der autorisierten Quelle stammen. Integrität bedeutet, dass gewährleistet ist, dass die Daten nicht von Dritten verändert wurden. Unabhängig von der Infrastruktur sorgen VPNs für die Sicherheit der Daten, die darüber übertragen werden.

Kann ich den VPN-Tunnel in die TI auch selbst aufbauen?

Nein, beim VPN-Zugangsdienst handelt es sich um einen eigens spezifizierten und von gematik und BSI zugelassenen Dienst. Ein alternativer Aufbau eines „eigenen“ VPN-Tunnels ist nicht möglich. Bitte konsultieren Sie für weitergehende Informationen die Website der gematik.

Was ist der Secure Internet Service (SIS) und was bedeutet die Option SIS Power?

Der Konnektor stellt einen sicheren VPN-Tunnel zur Verbindung in die Telematikinfrastruktur her. Innerhalb dieses VPN-Tunnels steht Ihnen der sichere Internetdienst Secure Internet Service (SIS) zur Verfügung. Bei der Verwendung des im VPN-Paket enthaltenen Services SIS Standard ist lediglich eine Nutzung für TI-spezifische Datenübermittlungen gestattet, z. B. die Wartung des Konnektors. Wünschen Sie eine darüberhinausgehende Nutzung des sicheren Internetservices, also auch für private Zwecke, so können Sie die kostenpflichtige Zugangsoption SIS Power erwerben.

EPIKUR-Funktionen und Internettelefonie im Reihenbetrieb

Im Reihenbetrieb, in welchem der Konnektor als Firewall fungiert, ist die Internetnutzung nur über den Sicheren Internet-Service (SIS) möglich. Die Konnektorspezifikation gestattet in diesem Rahmen eingehende Verbindungen von außen nicht. Somit ist die Verwendung der EPIKUR-Module WebDAV/CalDAV, des Webmoduls, des Fernzugriffs sowie eventuell in Ihrer Praxis verwendeter VoIP-Telefonie und ähnlicher Services, die einen Zugriff von außen auf Ihr internes Netzwerk erfordern, im Reihenbetrieb nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Nähere Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten des Netzwerkaufbaus in Ihrer Praxis erhalten Sie im Rahmen unseres TI-Ready-Checks oder im Informationsblatt der gematik.

Mit Epikur in die TI

Ob Einzelpraxis, Gemeinschaft oder Institut: Wir haben für jeden das passende Paket und die entsprechenden Serviceleistungen. Mit Epikur erhalten Psychotherapeuten und Ärzte Software sowie Telematikinfrastruktur aus einer Hand – ganz einfach in nur drei Schritten.